Arbeitsschutz

Der Arbeitsschutz liegt in der Verantwortung des Unternehmers und wird von diesem üblicherweise auch als Managementaufgabe verstanden. Bei der Wahrnehmung dieser Verantwortung wird der Unternehmer entsprechend dem Arbeitssicherheitsgesetz von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten unterstützt.

Mit der Verabschiedung des neuen Arbeitsschutzgesetzes 1996 wird der Vorbeugungsgedanke im Arbeitsschutz unterstrichen. In der Zielsetzungen des Gesetzes herrscht Übereinstimmung mit den Managementsystemen zu Qualität und Umwelt:

  • Kontinuierliche Verbesserung
  • Aufrechterhaltung eines störungsfreien Betriebsablaufes
  • Eigenverantwortung der Mitarbeiter fördern
  • Verringerung betrieblicher Kosten
  • Rechtssicherheit gewährleisten

Das Arbeitsschutzgesetz setzt bei der Vermeidung von kurz- und langfristiger gesundheitlicher Beeinträchtigung der Mitarbeiter auf die vorbeugende Analyse von Gefähr-dungspotentialen in einzelnen Tätigkeitsbereichen. Die erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen können nur getroffen werden, wenn zuvor alle Einflußgrößen, die zu einer Gefährdung von Beschäftigten führen können, ermittelt (Gefährdungsanalyse) und bewertet (Gefährdungsbeurteilung) werden.

Nach §6 ArbSchG muß der Arbeitgeber das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die getroffenen Schutzmaßnahmen und die Überprüfung der Wirksamkeit die entsprechende Dokumentation nachweisen können. Der Arbeitgeber muß durch organisatorische Maßnahmen sicherstellen, daß er ausreichend Vorsorge trifft, um Unfälle zu verhindern. Hierzu zählen insbesondere:

  • Festlegen von Verantwortungsbereichen
  • Bestellung der Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Sicherheitsbeauftragten
  • Beurteilung der Arbeitsbedingungen
  • Erstellen von detaillierten Arbeits- und Betriebsanweisungen
  • Einweisung neuer Mitarbeiter unter ausreichend fachlicher Anleitung
  • wiederkehrende sicherheitstechnische Belehrungen
  • gesundheitliche Überwachung der Beschäftigten

Die Umsetzung der vom Gesetzgeber geforderten Maßnahmen gelingt vorbildlich durch die Integration des Arbeitsschutzes in das betriebliche Managementsystem. Die Anforderungen stimmen in vielen Bereichen mit den Inhalten bereits existierender Managementsysteme (z.B. für Qualität und Umwelt) überein. Ziel ist die Ankoppelung des Arbeitsschutzes an die betrieblichen Geschäftsprozesse. Damit wird auch im Arbeitsschutz der Forderung nach einer transparenten Aufgabenverteilung, nach klaren Arbeitsvorgaben und einer nachvollziehbaren Dokumentation der entsprechenden Umsetzung Rechnung getragen.